Schwerzenbach: Ehemaliges Flachmoor am Greifensee wird wiederhergestellt
Am Nordrand des Greifensees stellt die Fachstelle Naturschutz ab Anfang August eine ehemalige Moorfläche wieder her, die in der Vergangenheit überschüttet wurde. Damit entsteht neuer Lebensraum für seltene und gefährdete Vögel, Schmetterlinge, Amphibien oder Orchideen.
Das Weidriet am nördlichen Ende des Greifensees ist ein Flachmoor von nationaler Bedeutung, doch Teile des Riets wurden in den 1960er-Jahren mit Bauabfällen überschüttet. Die Fachstelle Naturschutz wird in den kommenden Wochen auf einer Fläche von rund 0,7 Hektar die Aufschüttungen entfernen und das ehemalige Flachmoor wiederherzustellen.
Moore sind «Hotspots» der Biodiversität und erbringen wichtige Ökosystemleistungen: Sie beherbergen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, sorgen für einen Ausgleich zwischen Hochwasser und Trockenperioden und speichern CO2 im Boden. Doch von den einstigen Moorflächen im Kanton Zürich sind heute weniger als zehn Prozent noch erhalten.
Die Wiederherstellung des Flachmoors im Weidriet schafft wieder mehr Lebensraum für seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Dazu zählen Vögel wie der Kiebitz, Schmetterlinge wie der Schlüsselblumen-Würfelfalter oder Orchideen wie das Schwärzliche Knabenkraut. Dazu werden die aufgeschütteten Bauabfälle entfernt und in einer Deponie sicher entsorgt. Auf der darunterliegenden ehemaligen Oberfläche des Riets, die teilweise noch aus dem ursprünglichen Torf besteht, wird danach die typische Moorvegetation angesät. Das Saatgut stammt aus artenreichen Moorwiesen in der näheren Umgebung. Zusätzlich entsteht ein Weiher, der zeitweise austrocknet und damit ideale Lebensbedingungen bietet für Amphibien und Libellen.
Die Bauarbeiten starten am 4. August und dauern voraussichtlich sechs Wochen.
Ansprechperson für Medien
heute Dienstag, 29. August
Sebastian Nagelmüller, Projektleiter Fachstelle Naturschutz, 043 259 30 31
Bilder:
Schlüsselblumen-Würfelfalter, © Fachstelle Naturschutz Kanton Zürich
