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Gemeinde Schwerzenbach

Jahresrechnung 2016



Konjunkturprognose in der Schweiz

Weitere Erholung der Schweizer Wirtschaft
Die soliden Aussichten für die Konjunkturentwicklung sind auch auf die wirtschaftliche Erholung im Euroraum zurückzuführen. In den Volkswirtschaften des Euroraums setzte sich der moderate Aufschwung fort, vor allem dank der positiven Entwicklung in Deutschland, Spanien und den Niederlanden. Die Dynamik in Frankreich und in Italien blieb hingegen schwach. Die wirtschaftliche Entwicklung im Vereinigten Königreich sorgte, unbeirrt von der «Brexit»-Entscheidung, für beträchtliche Wachstumsbeiträge.
In den entwickelten Volkswirtschaften dürfte die Zuversicht im Prognosezeitraum steigen, während die Erwartungen in den Entwicklungs- und Schwellenländern verhalten bleiben. Die gestiegenen Rohstoffpreise dürften jedoch eine belebende Wirkung für diese Regionen haben. Angesichts der anziehenden Wirtschaftsleistung im europäischen Raum und der sich stabilisierenden wirtschaftlichen Lage in den Schwellenländern sollte sich die Nachfrage nach Schweizer Gütern und Dienstleistungen verhalten positiv entwickeln. Auch die Ausfuhren von übrigen Dienstleistungen werden leicht zunehmen, während die Einnahmen aus dem Tourismus angesichts der weiterhin angespannten Wechselkurssituation nur allmählich anziehen werden. Wie bereits im vergangenen Jahr dürfte der Schweizer Aussenhandel auch in diesem Jahr stark geprägt von der Exportentwicklung der pharmazeutischen Produkte sein. Sie sorgten dafür, dass das Exportwachstum im Jahr 2016 trotz eines schlechten Schlussquartals deutlich positiv blieb.

Ausrüstungs- und Bauinvestitionen mit mehr Schwung
Die Importe dürften im Windschatten der stärkeren Exportentwicklung ebenfalls wachsen. Die Importentwicklung und noch stärker die Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen sind von Sonderfaktoren wie dem Import von Flugzeugen und Rollmaterial geprägt. Die konjunkturelle Erholung sollte zu langsam steigenden Investitionen führen.
Aufgrund eines statistischen Überhangs aus dem Jahr 2016 wird die Wachstumsrate in diesem Jahr dennoch negativ sein (–0.9%). Im kommenden Jahr ist mit einem Anstieg von 1% zu rechnen. Ebenfalls wieder Tritt fassen dürften die Bauinvestitionen nach einer Stagnation im vergangenen Jahr. Der Zuwachs der Bauinvestitionen in diesem Jahr von 1.1% ist getrieben durch Investitionen in die Bahn- und Strasseninfrastruktur sowie Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Der Wohnbau wird sich wegen der zunächst noch verhaltenen Nachfrage und des Anstiegs der langfristigen Zinsen schwach entwickeln.

Kaum Beschäftigungsaufbau – Arbeitslosigkeit verharrt
Es ist zu erwarten, dass der Aufwärtsdruck auf den Schweizerfranken weiter anhält. Aufgrund des starken Frankens sind die Margen der Unternehmen weiterhin unter Druck. Dieser Druck in jenen Wirtschaftsbereichen, die dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt sind, wird weitere Rationalisierungen zur Folge haben. Deswegen sind steigende Beschäftigtenzahlen praktisch nur in personalintensiven und geschützten Branchen wie dem Unterrichtssektor sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen zu erwarten. Insgesamt wird das Beschäftigungswachstum vergleichsweise gering ausfallen und die registrierte Arbeitslosigkeit dürfte auf dem heutigen Niveau verbleiben (2017 und 2018: 3.3%). Für die international vergleichbare Arbeitslosenquote gemäss Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die auch die nicht amtlich registrierten Arbeitslosen umfasst, erwartet die KOF einen geringfügigen Anstieg von 4.6% in diesem Jahr auf 4.7% im Jahr 2018.
Aufgrund der schleppenden Arbeitsmarktentwicklung und der negativen Preisentwicklung im vergangenen Jahr bleibt die Lohnentwicklung schwach. Angesichts dessen und wegen des anhaltend starken Frankens wird die Teuerung kaum zulegen. Für dieses Jahr erwartet die KOF einen Anstieg der Konsumentenpreise (2017: 0.3 %), der auf etwas höheren Preisen von Erdölprodukten gegenüber dem Vorjahr sowie auf temporär höheren Preisen für Frischeprodukte beruht. Ein breiter Teuerungsdruck ist im Inland in der nächsten Zeit aber nicht auszumachen. Die tiefen Zinsen im Euroraum stehen weiterhin einer Reduktion der negativen Kurzfristzinsen in der Schweiz im Weg, so dass diese Zinsen erst nach Ende des Prognosehorizonts 2018 wieder steigen dürften. Die Langfristzinsen dürften aber schon früher ansteigen; voraussichtlich werden sie Anfang 2018 wieder positiv werden.

Entwicklung der Branchen
Für das vergangene Jahr zeigen die Quartalsschätzungen ein uneinheitliches Bild der Konjunkturentwicklung. Das Wachstum der Produktion war im letzten Jahr mit 1.3% verhalten. Der Detail- und Grosshandel trug leicht unterdurchschnittlich zur Wirtschaftsentwicklung bei. Der Detailhandel litt weiterhin unter dem starken Franken, der zu erheblichen Umsatzeinbussen geführt hat. Zwar steigen die Auslandeinkäufe in jüngster Zeit nicht mehr an, eine Abnahme zeichnet sich aber auch nicht ab. Die reale Wertschöpfung im Transithandel (als Teil des Grosshandels) erhöhte sich im letzten Jahr mit mehr als 10% schwächer als in den beiden Vorjahren (20% bzw. 16%).
Den stärksten Zuwachs verzeichnete im letzten Jahr das Gesundheits- und Sozialwesen. Mit einem Wachstum von 4.8% ist der Anteil dieser Branche an der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung auf 7.9% gestiegen. Für den Arbeitsmarkt ist die Branche noch wichtiger: 14.1% der Beschäftigten bzw. 12.4% der vollzeitäquivalenten Beschäftigung entfiel im letzten Jahr auf das Gesundheits- und Sozialwesen.
Das Gesundheits- und Sozialwesen wird im Prognosezeitraum weiterhin robust wachsen. Der Handel insgesamt wird nach einem sehr schwachen Halbjahr 2016 in diesem und insbesondere im kommenden Jahr die Wertschöpfung steigern können. Im Gastgewerbe wird sich nach den schwierigen Jahren die Situation nun allmählich stabilisieren. Im Bereich Finanzdienstleistungen und bei den Versicherungen wird sich die Geschäftstätigkeit in diesem und im kommenden Jahr lebhaft entwickeln.
Quelle: Konjunkturforschungsstelle (KOF) Bulletin – Nr. 106, April 2017, ETH Zürich

 

Jahresrechnung 2016



Der budgetierte Aufwandüberschuss von 67'000 Franken für das Jahr 2016 wird um rund 1.4 Mio Franken unterschritten und erreicht mit einem willkommenen Ertragsüberschuss von 1'316'932.67 Franken ein umso erfreulicheres Resultat, das so nicht erwartet werden konnte. Gesamthaft schliesst die Jahresrechnung 2016 mit einem Aufwand von 20'141'265.47 Franken gegenüber einem Ertrag von 21'458'198.14 Franken ab. Somit weicht die Aufwandseite mit rund 4.5 Mio Franken vom budgetierten Betrag von 15'680'100 Franken gleichermassen ab wie es die Ertragsseite vom budgetierten Betrag von 15'613'100 Franken dokumentiert. Diese parallele Differenz geht mit einer durch die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt) des Kantons Zürich auferlegten Neubewertung der Liegenschaften im Finanzvermögen einher.
Obschon sich der erreichte Ertragsüberschuss gesamthaft deutlich besser präsentiert als der budgetierte Aufwandüberschuss, flossen der Ertragsseite nur dank ungewöhnlich hohen Grundstückgewinnsteuern von rund 1.2 Millionen Franken, höheren Erträgen aus den ordentlichen Steuern früherer Jahre (544'308 Franken), höheren aktiven Steuerausscheidungen (575'525 Franken) sowie einmaligen Nach- und Strafsteuern (137‘721 Franken) mehr zu, als dies im Voranschlag berechnet worden war. Der gesamte Ertrag aus den ordentlichen Steuern bleibt, mit einer negativen Abweichung von etwas mehr als 30'000 Franken, wiederholt unter den budgetierten Erwartungen. In Anbetracht des Bevölkerungswachstums (5'182 Einwohnerinnen und Einwohner, Durchschnittsalter 41.8 Jahre; Stand Ende Februar 2017) und der moderaten Steuerfusserhöhung in zwei Tranchen von insgesamt 7% konnte der eigentlich zu erwartende Effekt (noch) nicht zufriedenstellend erreicht werden.
Der Zürcher Finanzausgleich sorgt dafür, dass alle Zürcher Gemeinden ihre Grundaufgaben und ihre Autonomie wahrnehmen können, ohne dass die Gemeindesteuerfüsse übermässig voneinander abweichen. Er schafft die Voraussetzungen für einen fairen Wettbewerb zwischen den Gemeinden und gleicht die Interessengegensätze zwischen finanzstarken und finanzschwachen Gemeinden aus. Die durchschnittliche Steuerkraft der Gemeinde Schwerzenbach liegt im Rechnungsjahr 2016 unter der kantonalen Mitte, weshalb unserer politischen Gemeinde 626'323 Franken aus dem Finanzausgleich zufliessen.
Immerhin – und dies ist aus Sicht des Gemeinderats von Bedeutung – schliesst der budgetierte Aufwand nur geringfügig höher ab als budgetiert. Der vom Gemeinderat postulierte Sparwille scheint sich dort, wo es der kleine Handlungsspielraum zulässt, bemerkbar zu machen. Nicht beeinflussbar auf der Aufwandseite und somit eine Dauerbelastung sind schon seit mehreren Jahren die enormen Gesundheitskosten (Pflegefinanzierung: +237'000 Franken). Ebenso führten Veränderungen in der Gemeindeverwaltung zu diversen Springereinsätzen (+105'000 Franken). Dem gegenüber stehen zum Teil deutliche Minderausgaben in den Bereichen Rechtsschutz und Sicherheit, Kultur und Freizeit, Soziale Wohlfahrt sowie Verkehr.
Die detaillierten Differenzbegründungen wollen Sie bitte aus den folgenden Seiten entnehmen.

Aktuelle Finanzlage
Die Gemeinde Schwerzenbach hatte vier Jahre in Folge Defizite von beinahe 3.4 Mio Franken zu verkraften. Die hauptsächlichen Mehrauslagen resultierten jeweils aus höheren Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (über 60 Prozent), höheren Aufwendungen, bei den gestützt auf die übergeordnete Gesetzgebung, zwingend vorgeschriebenen ausgegliederten Betrieben (wie zum Beispiel der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde KESB) sowie einer (heute gesetzlich korrigierten) Kostenexplosion bei den Kleinkinderbetreuungsbeiträgen (Kostenanstieg von über 600 Prozent). Die Defizite mussten jeweils dem Eigenkapital entnommen und der Grossteil an Investitionen, aufgrund des tiefen Cash-Flows, aus dem bestehenden Nettovermögen finanziert werden.
Mit aktuell zwei positiven Rechnungsabschlüssen hintereinander kann der Finanzhaushalt der politischen Gemeinde Schwerzenbach stabilisiert und die Talfahrt gebremst werden. Sogar das Eigenkapital wird dadurch wieder etwas aufgebaut und weist nun neu rund 12.5 Mio Franken aus (+3 Mio Franken).

Ausblick
Die finanziellen Legislaturziele 2014-2018 werden konsequent weiterverfolgt:
Wir schaffen Grundlagen, damit unsere Gemeinde als attraktiver Wirtschaftsstandort und Wohnort mit gesunden Finanzen wahrgenommen wird. Will konkret heissen:
  • •Die Finanzpolitik ist transparent mit dem Ziel eines langfristig ausgeglichenen Finanzhaushalts und eines, gemessen an der Finanzkraft, attraktiven und konkurrenzfähigen Steuerfusses.
  • •Der laufende Gemeindebetrieb kostet nicht viel mehr als er in der Lage ist, einzunehmen.
  • •Der Abbau von Fremdkapital wird erreicht und ein moderater Aufbau des Nettovermögens angestrebt.
  • •Die Erfolgs- und Investitionsrechnung sind möglichst im Gleichgewicht.
Diese finanzpolitische Haltung ist insofern notwendig, als zum einen nicht in jedem Jahr mit derart grossen Grundstückgewinnsteuererträgen gerechnet werden kann, zum anderen die Gesundheitskosten progressiv ansteigen und den Finanzhaushalt nachhaltig belasten werden. Zudem hinterlassen heute bereits beschlossene Veränderungen von zwei bisher in Schwerzenbach ansässigen Unternehmungen (Walter Meier – Wechsel des Firmensitzes nach Luzern und Mettler Toledo – Rückzug nach Greifensee) grosse Lücken in unserem zukünftigen Finanzhaushalt von mehreren hunderttausend Franken. Ausgeglichene Jahresrechnungen werden deshalb auch in den nächsten Jahren – abgesehen von nicht kalkulierbaren Erträgen aus den Grundstückgewinnsteuern – eine Herausforderung bleiben.
Der Gemeinderat hält die Nase im Wind und sucht bewusst die wohldosierte Annäherung an ein Gleichgewicht zwischen der Aufwand- und Ertragsseite. Ein zweites Zeichen ist im Rahmen der Jahresrechnung 2016 gesetzt.




Abschlüsse Vorjahre
JahrAufwandErtragErgebnis
201620‘141‘26521‘458‘198+1‘316‘933
201514'816'82714'903'679+86'852
201414'744'55813'513'485-1'231'073
201314'964'11314'408'084-556'029
201214'351'95713'915'956-436'001
201114'082'32012'929'722-1'152'598
201013'835'40013'979'700+144'300
200914'178'60016'104'600+1'926'000
200813'898'00014'044'000+146'000
200712'897'00012'819'000-78'000
200613'772'00014'308'000+536'000
200512'086'00012'267'000+181'000


 
 

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Jahresrechnung 2016 Investitionsrechnung (pdf, 26.8 kB) finanzen
Jahresrechnung 2016 Laufende Rechnung (pdf, 145.9 kB) finanzen
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