Willkommen auf der Website der Gemeinde Schwerzenbach



Sprungnavigation

Von hier aus kφnnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken
Gemeinde Schwerzenbach

Jahresrechnung 2017



Konjunkturprognose in der Schweiz: Aufschwung der Schweizer Wirtschaft
Die Schweizer Wirtschaft befindet sich in einem Aufschwung. In diesem Jahr erreicht sie eine vergleichsweise hohe BIP-Wachstumsrate von 2.5% und auch für 2019 rechnet die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich mit einer relativ günstigen Wirtschaftsentwicklung (1.8%). Erfreulich ist die Arbeitsmarktentwicklung: Die Arbeitslosenquote sinkt leicht. Die Inflation dreht langsam in den positiven Bereich.

Die Schweizer Wirtschaft befindet sich in einem Aufschwung. In diesem Jahr erreicht sie eine vergleichsweise hohe BIP-Wachstumsrate von 2.5% und auch für 2019 rechnet die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich mit einer relativ günstigen Wirtschaftsentwicklung (1.8%). Erfreulich ist die Arbeitsmarktentwicklung: Die Arbeitslosenquote sinkt leicht. Die Inflation dreht langsam in den positiven Bereich.

Die Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz verläuft zurzeit äusserst erfreulich. Sowohl die auslands- als auch die binnenorientierten Sektoren zeigen ein starkes Wachstum und es gibt kaum negative Nachrichten aus dem schweizerischen Unternehmenssektor. Als Grund dieser positiven Entwicklung lässt sich hauptsächlich die verbesserte wirtschaftliche Lage der wichtigsten Handelspartner aufführen, aber auch der gegenüber dem Euro schwächere Franken trug dazu bei. Letzteres hatte vor allem zur Folge, dass die Margen in den exportierenden Unternehmen sich weiter erholen konnten.

Die KOF hat ihre Prognose gegenüber jener vom Winter leicht nach oben korrigiert. Nunmehr erwarten wir einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2.5% in diesem Jahr. Ein Teil des Anstiegs ist jedoch Ereignissen geschuldet, die mit der Produktion auf schweizerischem Boden bedingt zu tun haben. Erhebliche Teile der Einnahmen aus internationalen grossen Sportanlässen werden dem schweizerischen Bruttoinlandprodukt (BIP) zugeordnet, wenn der organisierende Verein in der Schweiz beheimatet ist und die entsprechenden Einnahmen diesem zufliessen. Im laufenden Jahr gab bzw. gibt es zwei solcher grossen Anlässe – die Olympischen Winterspiele in Südkorea und die Fussballweltmeisterschaft in Russland, für welche die in der Schweiz beheimateten IOC und FIFA die Vermarktungsrechte besitzen. Wir schätzen die damit verbundene zusätzliche Wertschöpfung auf etwa 0.3% des schweizerischen BIP. Dieser Effekt bleibt im nächsten Jahr aus, so dass wir lediglich eine Wachstumsrate von 1.8% erwarten. Bereinigt um die Effekte der Sportveranstaltungen, ist die für 2019 prognostiziere Wachstumsrate jedoch kaum schwächer als die für dieses Jahr.

Es ist aufgrund dieses Sondereffekts nicht verwunderlich, dass trotz des stärkeren Wachstums – und entgegen einem raschen Blick auf die Wachstumsraten für 2019 – die Beschäftigtenzahl eher wenig zulegt und die Arbeitslosenzahl nur langsam abnimmt und auch kein nennenswerter Lohnerhöhungsdruck aufkommt. Damit gibt es von der inländischen Produktion kaum einen Preisauftrieb. Der schwächere Wechselkurs des Frankens gegenüber dem Euro und der etwas höhere Preis für Erdöl dürften jedoch dazu führen, dass die Inflationsrate dieses Jahres auf 0.7% ansteigt. Sie sollte aber tief bleiben und sich in der Folge sogar etwas abschwächen, so dass sich vom Preisauftrieb her kein Bedarf für eine restriktivere Geldpolitik ableiten lässt.

In der momentanen Situation erwarten wir, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) nachvollziehen wird, um die übliche Zinsdifferenz zu den Euroanlagen aufrechtzuerhalten. Die EZB wird voraussichtlich erst im Jahr 2019 die Zinswende einläuten. In unserer Prognose gehen wir weiterhin von einem verhältnismässig stabilen Wechselkurs des Frankens zum Euro aus, so dass wir auch von daher keinen Handlungsdruck auf die SNB erwarten.

Die erfreuliche Wirtschaftsentwicklung ist zurzeit breit abgestützt. War die pharmazeutische Industrie neben dem inlandsorientierten Unterrichts- und Gesundheitssektor in den letzten Jahren ein wichtiger Treiber des Wirtschaftswachstums, tragen jetzt weitere Sektoren massgeblich zum Aufschwung bei. Die Maschinen- und Metallindustrie, die in den letzten Jahren hart zu kämpfen hatte, expandiert wieder und der vorübergehende Rückgang in der Uhrenindustrie sollte beendet sein. Selbst der Tourismussektor, der in den letzten Jahren nur von den inländischen und aussereuropäischen Gästen positive Impulse erhielt, meldet seit einiger Zeit eine Zunahme der Gäste aus den umliegenden Ländern. Dies ist vor allem für die Regionen von Bedeutung, die vom Anwachsen der Gästezahl aus den asiatischen Ländern in der Vergangenheit kaum zu profitieren vermochten.

Auch die Lage im Handel hat sich inzwischen stabilisiert. Der Detailhandel, der in den letzten Jahren als binnenorientierte Branche vermehrt durch grenzübergreifende Einkäufe der Schweizer unter Druck stand, hat seine Position aufgrund des schwächer gewordenen Frankens wieder verbessern können. Er beurteilt seine Aussichten jetzt recht optimistisch und sowohl Umsätze als auch Erträge dürften wieder zunehmen.

In der Finanzbranche haben sich die Gewichte verschoben. Bis zur Finanzkrise war die Wertschöpfung der Banken meist doppelt so gross wie diejenige der Versicherungen. Inzwischen sind die Erträge der Kreditwirtschaft zurückgegangen, während die der Versicherungen weiter zugelegt haben. Die Folge ist, dass die Wertschöpfung der Versicherungen nunmehr nur unwesentlich kleiner ist als diejenige der Banken. In unserer Prognose rechnen wir damit, dass die gesamte Finanzbranche wieder stärker zulegen wird und dies nicht nur in der Versicherungswirtschaft.

Verbesserte Aussichten sind normalerweise auch mit einer hohen Investitionsbereitschaft verbunden. Die Bautätigkeit, insbesondere im Wohnbau und für den Unterrichts- und Gesundheitssektor, ist aber bereits rege, so dass keine nennenswerte Steigerung mehr zu erwarten ist. Im Wohnbau gehen wir sogar von einer leichten Abnahme aus, übersteigen doch die Anzahl fertiggestellter Wohnungen bereits die erwartete Zunahme der Nachfrage nach Wohnraum. Bei den Ausrüstungsinvestitionen erwarten wir eine Verlagerung vom Transportsektor zur übrigen Wirtschaft; das erwartete Wachstum fällt darum eher tiefer aus als in den letzten Jahren. Erneut höhere Investitionen im Transportsektor sind zwar nicht auszuschliessen; diese hätten wohl höhere Investitionen und Importe zur Folge als prognostiziert; die kurzfristigen Auswirkungen auf die Wertschöpfung in der Schweiz dürften aber bescheiden sein.

Die grössten Risiken für unsere Prognosen liegen wie so oft vor allem im internationalen Umfeld. Wenn der Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik in den wichtigen Exportmärkten der Schweiz weniger glimpflich verlaufen sollte als erhofft oder die Spannungen in einem der internationalen Krisenherde die ökonomische Unsicherheit markant verstärken sollte, würden sich unsere Annahmen als zu optimistisch herausstellen; und auch das momentan eher zunehmende Risiko eines ungeordneten «Brexit» im Frühjahr 2019 könnte die europäische Wirtschaft und damit auch die der Schweiz empfindlich treffen. Der Franken stellt als traditionelle Fluchtwährung für die Schweizer Exportwirtschaft ein potenzielles Risiko dar, welches daher im Prognosezeitraum auch manifest werden könnte. Eine weitere Eskalation der Streitigkeiten über die Modalitäten im internationalen Handelsaustausch würde ebenfalls dämpfend auf die internationale und schweizerische Wirtschaftsaktivität wirken.

Auf der Seite möglicher positiver Überraschungen steht ein potenziell stärker als erwartet beschleunigender Investitionszyklus in Europa. Der gegenwärtige Aufschwung in Europa wird bereits von einer günstigen Investitionstätigkeit getragen. Sollten die Investitionen kräftiger als erwartet anziehen, würde auch die international ausgerichtete Schweizer Wirtschaft profitieren

Quelle: KOF Bulletin – Schweizer Konjunktur, 06. April 2018, ETH Zürich

 

Jahresrechnung 2017



Gesamthaft schliesst die Jahresrechnung 2017 mit einem Aufwand von Fr. 15'833'954.43 gegenüber einem Ertrag von Fr. 20'231'729.81 ab. Der budgetierte Ertragsüberschuss von Fr. 74'100.00 für das Jahr 2017 wird somit massiv übertroffen und erreicht mit rund 4.4 Mio Franken insofern ein sehr erfreuliches Resultat, als es so überhaupt nicht erwartet werden konnte.

Obschon sich der erreichte Ertragsüberschuss gesamthaft deutlich besser präsentiert als der budgetierte, flossen der Ertragsseite nur dank ungewöhnlich hohen Grundstückgewinnsteuern von Fr. 3.8 Millionen, höheren Erträgen aus den ordentlichen Steuern früherer Jahre (Fr. 772'474.25), höheren aktiven Steuerausscheidungen (Fr. 789'156.60) sowie höheren Quellensteuern (Fr. 385'923.00) mehr Gelder zu, als diese im Voranschlag berechnet werden konnten. Der gesamte Ertrag aus den ordentlichen Steuern übertrifft mit erzielten Fr. 5'475'290.30 und einer positiven Abweichung von etwas mehr als Fr. 171'290.00 erstmals seit längerer Zeit die budgetierten Erwartungen. In Anbetracht des Bevölkerungswachstums auf knapp 5'200 Einwohnerinnen und Einwohner und der moderaten Steuerfusserhöhungen der Jahre 2013 und 2015 in zwei Tranchen von insgesamt 7% wird der mit grosser Geduld erwartete Effekt endlich zufriedenstellend erreicht.

Der Zürcher Finanzausgleich sorgt dafür, dass alle Zürcher Gemeinden ihre Grundaufgaben und ihre Autonomie wahrnehmen können, ohne dass die Gemeindesteuerfüsse übermässig voneinander abweichen. Er schafft die Voraussetzungen für einen fairen Wettbewerb zwischen den Gemeinden und gleicht die Interessengegensätze zwischen finanzstarken und finanzschwachen Gemeinden aus. Für das Rechnungsjahr 2017 erhielt die Gemeinde Schwerzenbach 1.5 Mio. Franken aus dem Finanzausgleich (Anteil der politischen Gemeinde: Fr. 597'032.00; Anteil der Schulgemeinden: Fr. 918'509.00).
Auch wenn letztlich der Ertragsüberschuss mit rund Fr. 4.4 Mio. unverhältnismässig hoch ausfällt, muss zur Kenntnis genommen werden, dass der budgetierte Aufwand mit Fr. 161'554.00 über alles gesehen doch ein wenig höher abschliesst als er budgetiert wurde. Dieser Fehlbetrag ist aktuell zwar unerheblich, unterstreicht aber sehr wohl die Herausforderung, ausgeglichene Erfolgsrechnungen erzielen zu können.

Aktuelle Finanzlage
Mit aktuell drei positiven Rechnungsabschlüssen hintereinander kann der Finanzhaushalt der politischen Gemeinde Schwerzenbach weiter stabilisiert werden. Das Eigenkapital wächst von 12'463'977.59 Franken auf 16'861'752.97 Franken und wird dadurch deutlich aufgebaut. Ohne die Erträge der Grundstückgewinnsteuern und ohne den Anteil aus dem Finanzausgleich wäre die Jahresrechnung 2017 jedoch höchstens knapp ausgeglichen. Das bedeutet, dass trotz des erfreulichen Resultats der finanzielle Handlungsspielraum nach wie vor klein ist. Deshalb werden die finanziellen Legislaturziele 2014-2018 konsequent weiterverfolgt: Wir schaffen Grundlagen, damit unsere Gemeinde als attraktiver Wirtschaftsstandort und Wohnort mit gesunden Finanzen wahrgenommen wird. Will konkret heissen:
  • Die Finanzpolitik ist transparent mit dem Ziel eines langfristig ausgegli- chenen Finanzhaushalts und eines, gemessen an der Finanzkraft, at- traktiven und konkurrenzfähigen Steuerfusses.
  • Der laufende Gemeindebetrieb kostet nicht viel mehr als er in der Lage ist, einzunehmen.
  • Der Abbau von Fremdkapital wird erreicht und ein moderater Aufbau des Nettovermögens angestrebt.
  • Die Erfolgs- und Investitionsrechnung sind möglichst im Gleichgewicht.
Ausblick
Diese finanzpolitische Haltung ist notwendig. Und zwar deshalb, weil zum einen nicht in jedem Jahr mit derart grossen Grundstückgewinnsteuererträgen gerechnet werden kann, zum anderen die Soziale Wohlfahrt wieder anzieht und gleichzeitig die Gesundheitskosten progressiv ansteigen werden. Der Druck auf den Finanzhaushalt bleibt somit bestehen. Ausserdem wird der Finanzausgleich im Rechnungsjahr 2018 keinen positiven Niederschlag finden, da die durchschnittliche Steuerkraft der Gemeinde Schwerzenbach zurzeit wieder über der kantonalen Mitte liegt. Zusätzlich werden heute bereits beschlossene Veränderungen von zwei bisher in Schwerzenbach ansässigen Unternehmungen grosse Lücken in unserem zukünftigen Finanzhaushalt hinterlassen. Ebenfalls ist bereits heute erkennbar, dass sich die Fallzahlen bei (gesetzlich) angeordneten familienexternen Platzierungen sowie von stabilisierenden Massnahmen (sozialpädagogische Familienbegleitungen) im laufenden Jahr signifikant erhöhen werden. Deshalb sind als Herausforderung – trotz der positiven Entwicklung der letzten drei Jahre – auch in Zukunft ausgeglichene Jahresrechnungen anzustreben (abgesehen von aus langer Hand nicht kalkulierbaren Erträgen aus den Grundstückgewinnsteuern). Der Gemeinderat hält die Nase im Wind und sucht bewusst die wohldosierte Annäherung an ein Gleichgewicht zwischen der Aufwand- und Ertragsseite. Ein drittes Zeichen in Folge ist im Rahmen der Jahresrechnung 2017 gesetzt.

Abschlüsse Vorjahre
JahrAufwandErtragErgebnis
201715'833'95420'231'729+4'397'775
201620‘141‘26521‘458‘198+1‘316‘933
201514'816'82714'903'679+86'852
201414'744'55813'513'485-1'231'073
201314'964'11314'408'084-556'029
201214'351'95713'915'956-436'001
201114'082'32012'929'722-1'152'598
201013'835'40013'979'700+144'300
200914'178'60016'104'600+1'926'000
200813'898'00014'044'000+146'000
200712'897'00012'819'000-78'000


 
 

Name Laden kategorie_id
Jahresrechnung 2017 Investitionsrechnung (pdf, 36.0 kB) finanzen
Jahresrechnung 2017 Laufende Rechnung (pdf, 146.4 kB) finanzen
  • Druck Version